logo michel new trans

Gilles Zimmermann

Biographie

Auf Wunsch von viele, ist hier eine ausführliche Fassung, die nach und nach ergänzt wird. Es sind auch wichtige Elemente um die Arbeit von GZ besser zu begreifen. Vorsicht jedoch, es geht um fast 40 Jahre... (Sie können aber auch die kurze Fassung - Electronic Press Kit herunter laden - bald auf Deutsch)

Nach seinem Rausschmiss aus dem Paradies, landet in Nancy (F), Kindheit in Kamerun, wo Musik alle Gelegenheiten des Lebens begleitet - also sinnvolle Musik. Dann Rückkehr nach Frankreich und Kulturschock, in eine neue Welt voller Vulgarität geworfen zu werden. Seitdem fühlt er sich überall fremd.

Fängt 1972 mit selbst erlernte Blues-Gitarre und Klavier an, studiert klassischen Kontrabass im Conservatoire de Nancy (prof. B. Vautrin), aber immer der Improvisation zugewandt. Trifft John Jackson im Jahr 1973 (Blues-Gitarrist-Sänger auf dem American Folk Blues Festival) und lernt Blues unter seiner Leitung über 3 Jahre. John Jackson

1974 - 1977 - Arbeitet als Bühnen-Assistent für das Festival International de Théâtre Universitaire de Nancy (Kazuo Ono, und zahlreiche Theaterproduktionen aus der ganzen Welt)

1975 - 1979 - Verschiedene Rock und Progressive-Rock bands,  KZLM, Axe ("jazz-rock libertin")

Axe
eine Musik, die ihre Nase bluten lässt

1979 - 1983 - Workshops mit Martial Solal, Didier Levallet, Sam Rivers, ARFI, Bernard Lubat. Harmonielehre Unterricht bei Jef Gilson (eine Art von "harmolodic concept"). Lebt in Süd Frankreich (Drôme), spielt mit Chaos und Podingo Circus. Zurück in Nancy, Jazz und (französische) musique improvisée (Petit Orchestre Joyeux, Grand Orchestre Mongol, AZ xtet, Dodo Hitchcock, Superlardin).

Erste Studio Aufnahmen, entdeckt durch Notwendigkeit die Mehrspuraufnahme (multitrack recording), sprich: die ganze Band hat alles eingespielt, du mußt einen Track verbessern, und am Ende stellst du fest, du hast alle Instrumente gespielt - kleiner Mike Oldfield ist geboren)Superlardin

Musik für 2 Theaterproduktionen für Théâtre de la Cuvette.

Musik für TV Reihe "Maigret se Trompe" (A2). Vorsitzender der Nancy Jazz Action 1982.

Polen Tournee mit Le Petit Orchestre Joyeux. Tournee mit Mickey Baker als Gitarrist.

POJZ2

Komponist und Musiker für "la Saga du Naja" in Nancy Jazz Pulsations 1983

db_NJP1983opt3204

Zog nach London in 1984, verbringt 4 Jahre auf intensiven Tourneen mit verschiedenen Rock Bands und Popsängern (Bill Pritchard) . Musik Journalist für Guitares & Clavier. Blieb lang genug in UK um den anglo-amerikanischen kulturellen (und politischen) monopolistischen Ansatz der Music Business zu begreifen.db_Bill_Pritchard_Marquee5

1991 - Geht nach München im Jahr 1991 für die Filmmusik von "Schlösser" - Peter Zobel für ZDF

Münchner Mag Schlösser mini

1991 - Trifft Jean Poncet, Paradigmen Induktor, und Fotograf/Dichter Xavier Mignon, entdeckt Metaphysik. Spürte schon lange, das die Welt irgendwie zu Brüche geht, endlich kam die Erklärung wieso.

1992 - Zweite Filmmusik für "Tokyo-Pankow" - Peter Zobel / ZDF. Performancen mit verschiedenen Münchener Künstlern (Transports mit Ellen Raab, siehe unten), lernt Obertongesang, seitdem (immer noch) zahlreiche Performancen und Zusamenarbeit mit Bildhauerin / Sängerin Barbara Henning und ihre verschiedenen Oberton Chören.

1993 - Entscheidet sich für die Viola da  Gamba, und ein ernsthaftes Studium der traditionellen europäischen Musik (Gregorianik) in der Musikinstitut der Universität München sowie der Bayerischen Akademie der Wissenschaft (besonderen Dank an Prof. Bernhard), die fehlenden Elemente der europäischen Musiktheorie (modale Improvisation?) mußte er in weiteren Traditionen suchen, nämlich Indische, Arabische & Chinesische (weil es Dokumente gibt, auch wenn die Übersetzungen fehlerhaft sein können, die Metaphysik hilft dabei alles wieder zu ordnen). Sein Ziel ist es immer gewesen, die europäische modale Improvisationsmusik wiederzubeleben, und nicht sich als pseudo Yogi oder Sufi hoch zu pöbeln.

1995 - Augsburg spielt mit Havana Blend (salsa), Eye Sample (eigenes Ensemble) und der Big Band MW

db_Big-Band-MW355opt5

 

Konzerte und Zusammenarbeit mit Al Gromer Khan, Amelia Cuni und Peter Michael Hamel

Gasteig Hamel Khan 95 resizeAL-6

Reise nach Indien im Jahr 1998, trifft echte traditionelle Musiker, Unterricht bei Amjad Ali Khan in New Dehli und vor allem Keshavram N. Iengar in Mysore. db_Iengar5_crop_optim4

Sie werden nichts finden über K.N. Iengar, er ist weitgehend unbekannt, außer in Mysore und bei Spezialisten.

Er war einer der letzten 3 Khyal Sänger der "Sadarang" Styl (700 Jahre Tradition). Sie werden auch keine Aufnahme finden, denn er hat immer Musikaufnahmen abgelehnt, weil es "tote Musik" ist (er hat jedoch eine Sendung auf All India Radio produziert, wovon er GZ 4 Kasetten anvertraut hat)

Trifft auch Mrs Premlata Sharma von Benares Music College. Diese Reise hat vor allem viele starke Vermutungen bestätigt (wie z. B. die "natürliche" Stimmung, wie Plato in der Timaeus beschreibt, die auch in der CD La Nuit et le Jour verwendet wurde).

Erste CD in 1997 La Nuit et le Jour Cd_cover La_Nuit_et_le_Jour-320

Seitdem sucht er nach Begegnungen mit allen möglichen traditionellen Musikern.

1994 -1999 - arbeitet als AssistantRecording Engineer mit Bernd Mahne für klassische Musik Aufnahmen (Solisti Veneti, u.a.)

1998 - Theater Produktion Art Company "Spleen von Paris" (nach C. Baudelaire) als Musiker und Schauspieler.

1999 - Erste Produktion im eigenen Studio, Nachbearbeitung und Mischung von live Aufnahmen der 2 1991/92 Tollwood Performancen Transports mit spätere Studio Aufnahmen

1999 - CD Transports CD_Transport cover

1999 - Zusamenarbeit mit iranischer Musiker Darioush Shirvani. Die CD Jour Solitaire bekommt den Musikpreis der Stadt München 1999

CD Jour_Solitaire Darioush Shirvani

2000 - 2001 Orchestre Interculturel in Augsburg, multimedia show The Inverted Tree.

IOA Funambules

2002 - Entscheidet sich, Vater zu werden.

1999 – 2005 Zahlreiche Konzerte in NL, Schweden und Deutschland, davon auf dem Münchener Hackbrett Festival 2005 mit Darioush Shirvani

Fond concerts hackbrettFestival5111921

2002 – Bringt Jan Goorissen in Utrecht zu der Entscheidung, die erste elektrische Viola da Gamba zu bauen, die Ruby Gamba. Modell 0, dann1 und 2. Vorstellung des Instruments in der Frankfurt International Musikmesse und auf der Pariser IRCAM.

2005 - Gründet The Missing Link als Ensemble mit Viola da Gamba,

zuerst als Trio mit Verena Kronseder und Doris Seitner

32-The_Missing_Link_2005_293

dann Bernd Mahne an der Violone

Trio_09_05

THE MISSING LINK 2007:

Verena Kronseder (Deutschland), Viola da Gamba
Rüdiger Maul (Deutschland), Perkussion
Temur Bukhnikashvili (Georgien), Fagott
Giorgi Gvantseladze (Georgien), Oboe

Ars_musica_M-L_030307-054

2006/7 - Zusammenarbeit mit der Kolumbianischen Sängerin Maria Cristina Hurtado

MC Hurtado - IMG_4674

2009 – Von Oliver Pade eingeladen, für die Aufnahme von 2 Stücken in dem Faun Album "Buch der Balladen"

2010 - Konzert mit Native American Jackie Tice in Barcelona

Jaclie Tice a_pic_4_1600

BWV 1130 - Duo Bach & Improvisation mit Joseph Warner, Kontrabass. Das Duo stirbt leider später nach einen akuten Anfall von Perfektionite.

21Grenzgänge im H220

.

2011 - Wird Alleinerziehender Vater.

Gegen 2008 - Trifft den indischen Tablaspieler Prabir Mitra, neues Repertoire und Aufnahme der CD The Missing Link in 2013, mit Sucheta Ganguly, Stimme, Gaspare Sepio, Keyboards & Akkordeon und Percussionistinnen Bic König and Uli SiebenbornCD The Missing Link 2013

Wegen des katastrophalen kulturellen Zustands in Europa, hat er sich entschieden, seine zukünftigen Musikproduktion nach seinen französischen europäischen Wurzeln zu orientieren

Nächste Produktionen:

CD - The Wind Cries Satie, eigene Arrangements von Erik Satie´s Kompositionen mit Viola da Gamba (mehrere Violen und Elektronik)

CD - Französischen Kinder- und Volkslieder

CD Serene Apocalypse Soundtrack für eine DVD derzeit in Produktion mit Xavier Mignon´s Fotos und Texte über die St Johannes Offenbarung

CD mit den Aufnahmen von The Missing Link 2007  (Valse Tchèque, Lavande)

CDs mit eigenen Kompositionen, meistens in ungeraden Rhythmen, eine in eine Fernöstlichen Ästhetik (Eventails Asiatiques, 5/4, Turtle Song 6/4, Dragon, 9/4) dann afrikanische (Africain, 12/8 . Funambules, 13/8) und europäische (Papillons, 11/8 - Cycle Mix, 7/4 - Libellules, 5/4)...

Einflüsse:
alle traditionellen Musiker, Pythagoras, Plato, Boethius, Sarngadeva, Al Farabi, André Maugars, Gesualdo, JS Bach, Erik Satie, Igor Stravinsky, Darius Milhaud, Béla Bartók, Olivier Messiaen, Maurice Ravel, Steve Reich, Phillip Glass, Moondog, Thelonius Monk, John Jackson, Jimi Hendrix, Frank Zappa, Carla Bley, Ron Carter, Bill Laswell, Jaco Pastorius, Joe Zawinul, Gong, Allan Holdsworth, Steve Vai, Jordi Savall, Arvo Pärt...